Casablanca: Das weiße Haus

Casablanca stellt das wichtigste Handels- und Industriezentrum Marokkos dar und ist mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes, deren Name "weißes Haus" bedeutet.
In der Nähe von Casablanca befindet sich der Fundort des ersten rekonstruierten Homo Sapiens, geschichtlich nachweisbar ist eine Besiedlung im 8. Jahrhundert, welche die Grundlage für die heutige Stadt Casablanca bildete.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Stadt von den Portugiesen besetzt und erhielt den Namen Casabranca. Erst durch ein Erdbeben 1755 wurde die zerstörte Stadt von den Portugiesen verlassen und Araber gründeten die Stadt unter dem arabischen Namen “Dar el Beida” im 18. Jahrhundert neu. Spanische Kaufleute, die sich ebenfalls dort niederließen gaben der Stadt letztendlich den Namen unter welchem sie heute berühmt ist.
Casablanca weist wenige Elemente marokkanischer Kultur auf, da die Stadt maßgeblich vom französischen Kolonialismus Ende des 19. Jahrhunderts geprägt und inspiriert wurde. Einzig in der arabischen Neustadt Medina, die 1923 errichtet wurde, verbinden sich arabische Bauweise und moderne Architektur. Das dort gelegene Gerichtsgebäude aus den Jahren 1941-1956 erstrahlt im spanisch-maurischen Stil neben dem ebenfalls dort gelegenen Königspalast.
Casablanca beherbergt die Moschee Hassan II., welche auf den Klippen ins Meer hineingebaut wurde und nach der Moschee von Mekka die größte der Welt darstellt.
Der Urlauber sollte sich aber auch einen Besuch des Zentralmarktes (Marche Municipale, Bd. Mohammed V.) gönnen, wo man am Vormittag die angebotenen Fische und Meeresfrüchte noch lebend besichtigen und kaufen kann...
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