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Male oder Malé

Male oder Malé
Male oder Malé (über die eigentliche Schreibweise wird schon seit Jahrzehnten diskutiert) liegt im Süden des Nord-Male-Atolls, gleich neben der Flughafen-Insel Hulhumalé (diese Insel war einst eine dicht bewaldete Insel, welche man mit einer zweiten Insel verband und so eine Landepiste 1978 erbaute) Sie ist eine der ca. 2000 Inseln der Malediven, welche im Südwesten der Südspitze Indiens im Indischen Ozean liegen. Wer also einen Urlaub auf Male plant, muss mit tropischen Klima rechnen.
Male ist mit seinen 75.000 Einwohnern die Hauptstadt der Malediven und eine der lebhaftesten und fortschrittlichsten Inseln. Die Einwohner leben dort dicht gedrängt auf nur 1,8 km². Deswegen musste die Insel auch künstlich vergrößert werden, da in jüngster Zeit die Bevölkerung und die Bedeutung der Insel zunahmen.
In der Stadt Male befinden sich die wichtigsten Spitäler und alle höheren Schulen, Behörden und die Regierung der Malediven. Dort ist auch das Hauptquartier der Sicherheitskräfte und das Zentrum des Gewerbes und des Handels.
Hier herrscht das geschäftige Treiben einer lebhaften Tropenstadt: laute Märkte, reger Verkehr, ein hoffnungslos überfüllter Hafen, wo neben den einfachen Fischerbooten die Yachten der besser Betuchten liegen. Außerdem noch Handelsschiffe sowie Wassertaxis.
Nun zu den Sehenswürdigkeiten der Insel, welche ihren Urlaub auf Male versüßen könnten. Auf ihrer Malediven-Reise sollten Sie auf keinen Fall die zwei prächtigsten Moscheen auf Male auslassen. Die Hukuru Miskiiy wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von dem beliebten Sultan Ibrahim Iskandar I. erbaut. Doch die bedeutendste Moschee heutzutage ist die große Freitagsmoschee, die Asaari Miskiiy, mit ihrer goldenen Kuppel. Diese Moschee geht auf den ersten Sultan zurück, der die Inselbewohner im 12. Jahrhundert zum Islam bekehrt hat, welche heute immer noch die Staatsreligion ist. Interessant zu erwähnen ist vielleicht noch, dass alle Häuser der Stadt Male nicht höher sein dürfen, als die Türme der Freitagsmoschee.
Der westliche Reisende wird vielleicht überrascht sein zu erfahren, dass auf den Malediven Frauen oft politische Macht innehatten. Ein Beispiel ist die Sultanin Khadeeja Kileji die 38 Jahre lang (bis 1380) auf den Thron saß. Ebenso die Sultanin Mariam Kabaafaanu, welche vorher die Ehefrau von Ibrahim Iskandar war. Diese beiden Frauen stellen allerdings nur die Spitze des Eisberges da.
Am 26. Dezember 2004 wurde auch Male nicht von dem großen Tsunami verschont. Doch sollte inzwischen eine Reise beziehungsweise ein entspannter Urlaub auf Male sowie auf den restlichen Inseln der Malediven wieder möglich sein!
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